Vom 3. auf den 4. Dezember machte die Klimakarawane, die sich mit vielen internationalen TeilnehmerInnen auf dem Weg vom WTO-Gipfel zur Klimakonferenz
nach Kopenhagen befindet, einen Zwischenstopp in Freiburg. Nach einer
Diskussionsveranstaltung am Abend des 3.12. im Haus 37 auf der Vauban, demonstrierten am 4.12. rund 100 Menschen mit Fahrrädern für ein ganz anderes Klima.
Nach einer intensiven Demonstration in Genf am 28.11. und eher vom Gegengipfel geprägten Aktionstagen vom 30.11. bis zum 2.12. begann am 3. 12. die Karawane unter dem Motto "Handel-Macht-Klima". Die Karawane will zum Widerstand mobilisieren und Zusammenhänge zwischen kapitalistischer und neokolonialer Globalisierung und dem Klimawandel aufzeigen. Im Mittelpunkt steht auch die Vernetzung der Kämpfe für eine solidarische Welt.
"Handel macht Klima"
Über
60 AktivistInnen und VertreterInnen von Landwirtschafts-, Fischerei-, Land- und Menschenrechtsorganisationen, die verstärkt direkte und indirekte Folgen der WTO-Politik und des Klimawandels im globalen Süden erfahren, befinden sich auf zwei Routen auf dem Weg nach Kopenhagen.
Während die "West-Route" über Dijon, Paris, Brüssel und Hamburg zum Klimagipfel führt, wird die "Ost-Route" Stops in Freiburg, Frankfurt, Köln und Berlin machen.
Am Abend des 3.12. kamen etwa 30 AktivistInnen aus diversen Regionen der Erde in Freiburg an, wo ein lokales Klima-AktivistInnen-Netzwerk, mehrere linke Projekte und diverse Freiwillige die GastgeberInnen-Rolle übernahmen. Während auf SUSI ein Abendessen zubereitet wurde, gab es einen kleinen Willkommens-Snack und eine Begrüßung. Danach wurden die Gäste in unterschiedlichen Wohnungen des Stadtteils-Vauban untergebracht.
"Wer im Treibhaus sitzt, werfe den ersten Stein"
Am Abend gab es nebst der Volxküche
ein - auf spanisch und englisch geführtes - "hearing" der VertreterInnen der an der Karawane beteiligten Organisationen. Unter anderem berichteten die AktivistInnen über Kämpfe der Phillipinischen
Fischer gegen "Freihandel", Folgen des Klimawandels in Indien und Bangladesh, sowie Auseinandersetzungen um Rohstoffe und die Rolle der Agrarinsudtrie in mehreren Staaten Lateinamerikas. Unabhängige MedienaktivistInnen dokumentierten die Diskussion in Bild und Ton.
Mittelfristig wird es ausführlichere Berichte über die Karawane und die Kämpfe der TeilnehmerInnen geben. Der Abend endete mit einem kleinen Fest im Haus 37.
"Our Climate - Not your Business!"
Am 4. 12. begann um 10:30 Uhr eine "Fahradtour für ein ganz anderes Klima" auf dem seit Mai besetzten M1-Gelände, am Eingang des Stadtteils Vauban. Nach kurzer Absprache mit der Polizei und einem mehrsprachigen Briefing, setzte sich um 10:45 setzte sich ein Pulk von ca. 50
FahrradfahrerInnen in Richtung Innenstadt in Bewegung. Bei frostigen Temperaturen aber mit Sonnenschein und vielen Fahnen und guter Stimmung verlief die unangemeldeten Raddemo über die Merzhauser-, Schnewlin- und Heinrich-von-Stefan Straße bis zur blauen Brücke. Immer wieder
skandierten die AktivistInnen "What do we want? - Climate Justice! - When do we want it? - Now!", "our Climate is not you Businness!" oder "Our Planet is not for Sale!".
"El pueblo - únido - jamás sera vencido!"
Gegen
11 Uhr traf die Demonstration an der Blauen Brücke ein, wo weitere 30-40 AktivistInnen mit Fahrrädern warteten. Nach einer Zwischenkundgebung ging es weiter über Sedanstraße, Rotteckring, Friedrichsring, Siegesdenkmal und KaJo, wo erneut Menschen dazustießen.
Das ganze verwandelte sich nun in eine lockere Bunte und lautstarke Latschdemo mit kurzen Redebeiträgen, Transparenten und zahlreichen Flugblättern für PassantInnen. Gut 100 Menschen spazierten so entlang der KaJo und durch das Martinstor zum Holzmarkt, wo sich die wenigen
Polizeifahrzeuge, die die Demo bis dahin begleiteten, verabschiedeten. Über Rempart- Belfort- und Adlerstraße ging es ins Grethergelände im Grün.
Nach einer kurzen Info über das Gelände
und einer Führung gab es leckeres Mittagessen im Strandcafé. Auch ein letzter Krawaneteilnehmer aus Lateinamerika konnte nach einer dreitägigen Odyssee dazustoßen.
Um 14 Uhr verließen uns die Companer@s in Richtung Frankfurt und Kopenhagen, nicht ohne viele von uns zu motivieren, den Kampf weiterzuführen und mit ihnen auch in Zukunft gegen Klimawandel und Kapitalismus auf die Straße zu gehen.
Auf nach Kopenhagen!
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Climate Caravan 2009 | 405.32 KB |
| The Blue Bridge | 66.98 KB |

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